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Geographie Das Gemeindegebiet von Berikon dehnt sich vom Mutschellenpass am Fusse des Hasenbergs in südöstlicher Richtung auf dem Höhenzug Holzbirrliberg über dem Reusstal aus. Das rund zwei Kilometer lange Dorf besteht (von Nordwesten nach Südosten) aus den Ortsteilen Mutschellen, Unterberikon und Oberberikon, die in den letzten Jahrzehnten zusammengewachsen sind, aber auch mit den Nachbargemeinden Rudolfstetten-Friedlisberg, Widen und Zufikon. In Oberberikon entspringt der Rummelbach, der nach drei Kilometern auf dem Gemeindegebiet von Dietikon in die Reppisch mündet. Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 538 Hektaren, davon sind 173 Hektaren mit Wald bedeckt und 119 Hektaren überbaut. Der höchste Punkt befindet sich auf 670 Metern im Gebiet Allmend an der östlichen Gemeindegrenze, der tiefste auf 522 Metern in der Schlossmatt an der südlichen Gemeindegrenze. Nachbargemeinden sind Rudolfstetten-Friedlisberg im Norden, Birmensdorf im Osten, Oberwil-Lieli im Süden, Zufikon im Westen und Widen im Nordwesten.
Geschichte Einzelne Funde weisen auf eine Besiedlung während der Jungsteinzeit hin. Berikon wurde 1153 als Berchheim erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname stammt vom althochdeutschen Bergheim und bezeichnet eine erhöht liegende Wohnstätte. Er wandelte sich im Laufe der Zeit von Berchheim über Berchan und Berkein zu Berikon.[2] Das Dorf diente im Mittelalter als Gerichtsstätte der Habsburger im Freiamt Affoltern, der Galgen stand im Gebiet Mattenhof. Im 14. Jahrhundert war Berikon ein Lehen der Grafen von Habsburg-Laufenburg, die es an die Herren von Schönenwerd bei Dietikon weiterverliehen. 1374 erwarb die Stadt Bremgarten die niedere Gerichtsbarkeit und richtete eine Untervogtei ein, die bis 1798 Bestand hatte. Bei der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen im Jahre 1415 kam Berikon zunächst unter die Landesherrschaft der Stadt Zürich und wurde dann 1471 geteilt. Oberberikon gelangte zum Kelleramt, während Unterberikon dem Amt Rohrdorf der Grafschaft Baden zugeteilt wurde. Im März 1798 marschierten die Franzosen in die Schweiz ein und riefen die Helvetische Republik aus. Beide Gemeinden gelangten zum kurzlebigen Kanton Baden. Bei der Gründung des Kantons Aargau im Jahr 1803 wurden die Einwohnergemeinden wiedervereinigt, die Trennung in zwei Ortsbürgergemeinden hatte jedoch bis 1906 Bestand. Am 1. Mai 1902 erhielt Berikon nach der Eröffnung der Bremgarten-Dietikon-Bahn mit einer Haltestelle auf dem Mutschellen Anschluss ans Eisenbahnnetz. Bis Ende der 1950er Jahre blieb Berikon ein bescheidenes Bauerndorf mit nur leicht ansteigender Bevölkerungszahl. Doch dann setzte, begünstigt durch die Nähe zu Zürich, ein beispielloser Bauboom ein. Zwischen 1960 und heute vervierfachte sich die Einwohnerzahl. Berikon wuchs mit den Nachbargemeinden zusammen und ist heute Teil der Agglomeration Zürichs.
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